• Research Group

Sweat – Sociology of Transpiration in the Age of Global Warming

The research group explores the sociocultural dimensions of sweating, with a focus on thermal inequalities in the context of the climate crisis. Using a qualitative research design that combines social-theoretical, sensory-sociological and cultural-historical perspectives, the researchers analyse the ambivalence of sweating between devaluating, aestheticising and politicising.

News & Highlights

Research Profile

The research group investigates sweating as an everyday process, which is at the same time highly contested in social and political regards. While heatwaves resulting from the climate crisis make sweating more ubiquitous, but also more precarious, a cultural aversion to sweat characterises modern societies – at the same time, it is cultivated in sports and wellness and is being politicised in pop culture. The research group analyses this ambivalence between devaluating, aestheticising and politicising. It takes a look at thermal inequalities from an intersectional perspective and understands sweating as a sensual process that connects bodies, things and environments.

Using a qualitative research design that combines social-theoretical, sensory-sociological and cultural-historical perspectives, the research group sheds light on four central topics:

1) the history of knowledge and of science in regard to sweating and deodorising

2) sweating, work and technology

3) wellness and sports cultures

4) pop culture and politicisation

black and white photo: close-up of a person's chest with sweat droplets

Team

Prof. Elena Beregow took up the junior professorship in April 2025. She leads the research group 'Sweat – Sociology of Transpiration in the Age of Global Warming'. Christopher Kirschner and Tamara Mercante Thierauf joined the team as research assistants in May and August 2025 respectively.

Detailed information about the staff members of the research group is available on the team website.

Team

collage with portrait photos of team members © Photo Beregow: Fabian Strauch

Cooperation & Networks

Publications

  • 2026
  • #Article
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Beregow, Elena

Beregow, Elena

Besprechung „Die Entstehung einer ökologischen Klasse“ von Bruno Latour und Nikolaj Schultz

In: Das Argument 343 | 2026 | pp. 596-598

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  • #peer-reviewed
Beregow, Elena

Beregow, Elena

Wandernde Begriffe. Zur Zirkulation und Reinigung des Milieubegriffs

Dieser Beitrag untersucht die Wandermodi des Milieubegriffs in der Soziologie, indem er vier zentrale Stationen nachzeichnet: (1) die diszipli- näre Reinigung bei Émile Durkheim, der den Milieubegriff durch eine positivis- tische Methodologie soziologisiert, dabei aber seine naturwissenschaftlichen und kosmischen Ursprünge weiterträgt; (2) die alltägliche Verbildlichung bei Heinrich Zille, der das „Milljöh“ durch Zeichnungen und sozialkritische Darstellungen popularisiert und dabei eine Form der Spontansoziologie praktiziert; (3) die stra- tegische Empirisierung zwischen Marktforschung und Sozialstrukturanalyse, in der der Milieubegriff als Kategorie u. a. für die Lebensstilforschung genutzt wird; sowie (4) die affektive Ansteckung bei Gilles Deleuze und Félix Guattari, die das Milieu als dynamisches, vibrierendes Konzept im Rahmen poststrukturalistischer Theorie reartikulieren. Der Beitrag zeigt, dass Reinigung und Zirkulation des Begriffs keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bedingen: Während begriffliche Reini- gung der Abgrenzung dient, ermöglicht sie zugleich die bessere Zirkulation und Anwendbarkeit des Milieubegriffs. Durch die Analyse der verschiedenen Wander- modi wird deutlich, dass der Begriff des Milieus zugleich in Denkmilieus eingebettet ist, die seine Wanderbewegungen und Versuche seines Stillstellens regulieren – nicht immer erfolgreich.

In: Soziale Welt Sonderband 27 | 2026 | pp. 125-149

  • 2025
  • #In book
  • #RG Beregow
Beregow, Elena

Beregow, Elena

Gefühlsschläge. Popkritik als postironische Übung

In: Thomalla, Erika (ed.): Die Wahrheit über Kid P. Wie ein Hamburger Punk den deutschen Popjournalismus erfand | Hamburg: Junius | 2025 | pp. 84-87

  • #Article
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Beregow, ElenaBilgin, Emre

Beregow, Elena / Bilgin, Emre

Shed Theory und die neue Trap-Ästhetik

In: Pop. Kultur und Kritik 24 | 2025 | pp. 32-39

  • #Article
  • #RG Beregow
  • #peer-reviewed
Beregow, Elena

Beregow, Elena

Thermische Intrasubjektivität. Eine Soziologie des Schwitzens

Dieser Beitrag entwickelt eine soziologische Perspektive auf das Phänomen des Schwitzens. Statt es als rein biologische Reaktion zu verstehen, untersucht der Artikel, wie es zum Bestandteil und Effekt von Machtbeziehungen wird. In Auseinandersetzung mit dem Konzept der thermischen Gewalt (Nicole Starosielski) und dem „model case“ der Sweatbox wird gezeigt, dass der Gewaltbegriff an seine Grenzen stößt, wenn es zu alltäglichen Aushandlungsprozessen thermischer Machtbeziehungen kommt. Um den umweltlichen Charakter und die Materialität des Schwitzens denken zu können, wird Karen Barads Begriff der Intra-Aktion mit Blick auf thermische Phänomene kritisch diskutiert. Als ein spezifischer Modus der Intra-Aktion wird der Begriff der thermischen Intrasubjektivität vorgeschlagen, der auf die Machteffekte sensorischer Relationen zielt. Der Begriff beschreibt die prekäre Gleichzeitigkeit von Entsubjektivierungsprozessen durch Hitze einerseits und deren subjektivierenden, fixierenden Wirkungen andererseits. An historischen Beispielen werden die differenzerzeugenden Effekte des Schwitzens – u. a. seine Bedeutung für körperliche Arbeit, für vergeschlechtlichte Hygieneregime und rassifizierende Diskurse – herausgearbeitet. Derlei Machtbeziehungen wirken durch sensorische Umwelten, deren Bedeutung nicht zuletzt mit Blick auf die Zunahme von Hitzewellen an Brisanz gewinnen dürfte.

In: Berliner Journal für Soziologie 35 | 2025 | pp. 243-265